Zweites Jour-Fixe-Treffen: Elend des Antirassismus

15 Nov

„Nichts zeugt so sehr vom Bankrott der Linken wie das, was aus ihrem Rassismusbegriff geworden ist. Die Kritik des Rassismus meinte einmal die Kritik jeder Borniertheit. Der Rassismus wurde begriffen als Anschlag auf die Idee einer befreiten Menschheit, die ihre Geschicke selbst in die Hand nimmt und die Gesellschaft nach vernünftigen Maßstäben einrichtet. Was heute unter „Antirassismus“ verstanden wird, ist genau das Gegenteil jener Kritik: Parteinahme für jede mögliche Barbarei, wenn sie sich nur das Etikett „Kultur“ aufkleben kann. (…) „Antirassismus“ heißt heute, den Menschen, die in islamischen Ländern bzw. Communities leben müssen, ins Gesicht zu spucken. Nach Meinung der linken „Antirassisten“ haben sie nichts anderes verdient als den Islam.“ (kosmopolitbüro)

Das nächste Jour-Fixe-Treffen wird am 30.11.2011. um 20 Uhr in Raum 05C06 im C-Turm der PhilFak stattfinden.

Wegen Terminüberschneidung wird das Treffen auf den Mittwoch, 07.12.11 20 Uhr verschoben!

 

Die Texte, auf die wir uns bisher geeinigt haben, sind:

* Cafe Critique: Islamkritik und Politik im Namen des Volkszorns
http://redaktion-bahamas.org/auswahl/web56-1.html

* Clemens Nachtmann: Rasse und Individuum
http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web58-3.html

* Fabian Kettner: Diskurstheorie
http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/IMG/pdf/Kettner_Diskurstheorie.pdf

Was ist Kritik? Ein Diskussionsabend.

7 Nov

Kritik galt einst als der „Kopf der Leidenschaft“ (Marx). Im neuen Deutschland allerdings geht die Empörung der Wutbürger Hand in Hand mit der zutiefst „deutschen Kritikfeindschaft“ (Adorno); was kein Grund zur Überraschung ist, bringt doch jede Generation ihre Protestkultur hervor, stets als konformistische Rebellion gegen Verhältnisse, die zu kritisieren jedoch eine Ahnung dessen voraussetzt, was Kritik zu üben heißt.

Textgrundlage u.a. :

Dirk Braunstein: Kritik üben. In: Kettner; Mentz (Hg.): Theorie als Kritik.

Theodor W. Adorno: Kritik. In: GS 10.2

 

Mittwoch, 09.11.2011 

20 Uhr 

Raum: 05C06 im C-Turm der Philosophischen Fakultät

Jour Fixe – Reihe

2 Nov

Was ist Jour Fixe? 

In regelmäßigem Abstand will die Jour-Fixe-Reihe von Marburger Zustände in Marburg ein Format schaffen, um neben dem sonst tristen Alltag aus Arbeit und Studium kritischem Denken Raum und Zeit geben zu können.

Lesen. Filme schauen. Diskutieren. Kritik üben.

 

Los geht es am Mittwoch, 09.11.11.  Ort und Zeit wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Hier geht es zum vorläufigen Programm.

Zum Elend des linksdeutschen Feminismus

1 Nov

Während etwa  Terres des femmes  für einen Universalismus im Feminismus einsteht und damit für das selbstbestimmte und freie Leben von Mädchen und Frauen weltweit uneingeschränkt kämpft und so exemplarisch für die zweite Welle der Frauenbewegung steht, in der noch reale Unterdrückung Ausgangspunkt politischen Handelns ist, haben die Jünger etwa einer Judith Butler, die ideologisch expandierten und als Intersektionalitätsanalysen ihren Karneval der Identitäten und Kulturen abfeiern, oder etwa politisch für Quotenregelungen und Reformismus, sprachlich für Gender Gap, poststrukturalistischen Jargon und andere Verunstaltungen an der Sprache stehen, theoretisch Turnübungen im Diskurs anbieten und dabei Begriffe wie Macht, Diskurs, Performativität, Dekonstruktion, usw. maximieren, in ihren Texten Gender-Tuning betreiben, oder ästhetisch für Hässlichkeit und Drag eintreten, jeglichen Anspruch an politische und menschliche Emanzipation (nach Marx)  in der Wirklichkeit aufgegeben.

Dafür steht unmissverständlich der linksdeutsche Feminismus, der permanent die Frage aufwirft,

warum es immer wieder linke, sich mitunter feministisch nennende Frauen sind, die ihre moralische Verwahrlosung offen zur Schau stellen, indem sie feinfühligstes Verständnis für gröbsten Frauenhass im Islam aufbringen, Kopftücher als Selbstbestimmungsutensil verklären oder Islam-Kritiker als Rassisten denunzieren und damit in jedem Fall das Recht und die Möglichkeit der Befreiung aus islamischen Fängen dementieren.

 

Erfreulich dann, wenn es muslimisch sozialisierte Frauen mit eigener Anstrengung schaffen aus den Fängen des islamischen Patriarchats zu flüchten, und mit Freude die Freiheiten, die einer westlichen Frau mit größter Selbstverständlichkeit zustehen, genießen. Dafür steht die Geschichte von der dreiundzwanzigjährigen Betül.

 

 

Straflust und Inquisition im Havanna8

26 Okt

Die gute Nachricht des gestrigen Abends:

Die Veranstaltung mit Thomas Maul fand störungsfrei statt. 70 Personen folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit zur Diskussion. Danke noch einmal für das zahlreiche Kommen. Danke an den Saalschutz.

 

Die schlechte Nachricht des gestrigen Abends: Straflust und Inquisition im Havanna8

Im Havanna8 ging gutes Weinglas zu Bruch. 2 Hausverbote wurden erteilt. Eine Begründung der Hausverbote wurde verweigert. Die Lust am Strafen versprach dem inzwischen zur Dorfkneipe verkommenen Havanna8-Kollektiv totale Lustbefriedigung. Der absehbare Niedergang einer einst antideutschen Kneipe und der Übergang zur Kinderinquisition wirft mehr Fragen auf als der gesunde Menschenverstand verträgt. Zynisch klingt dann der Anspruch des Havanna8. Im Selbstverständnis ist zu lesen:

Da an Entscheidungsprozessen jede_r teilnehmen können soll, kommt es natürlich häufig zu Konflikten, da sich die individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen der einzelnen oft erheblich voneinander unterscheiden. Unser Anspruch ist es, trotz aller Unterschiede zu Entscheidungen zu kommen mit denen jede_r leben kann. Es ist ein Versuch Auseinandersetzungen innerhalb des Kollektivs als produktive Chance zu nutzen und Unterschiede auch anerkennen zu können.
Diese persönlichen und inhaltlichen Auseinandersetzungen sind sowohl Anstoß für individuelle Veränderungen als auch notwendig für eine Weiterentwicklung kollektiver Ideen. „Kollektiv“ ist für uns kein starrer Begriff, sondern verlangt danach, ständig überdacht und aktuellen Diskussionen und Verhältnissen angepasst zu werden.

(Quelle)

Mit willkürlichen Hausverboten ohne Begründung löst das Havanna also “Konflikte” und vermeidet die Diskussion. Sind da etwa die Argumente ausgegangen, existierten sie überhaupt einmal?

Wer will da noch das Havanna retten?

Bekanntgabe des Veranstaltungsortes

24 Okt

Der Veranstaltungsort steht endgültig fest. Herzlichst eingeladen seid Ihr ins:

Technologie- und Tagungszentrum Marburg
Softwarecenter 3
35037 Marburg

Raum Aiken

Beginn: 19 Uhr 

Informationen bezüglich der Anfahrt erhält Ihr hier:

http://www.stadtwerke-marburg.de/de/48518

Es ergeht folgender Hinweis:

1.
Die Veranstaltung versteht sich in alter Tradition als eine Diskussionsveranstaltung, die ihren Namen beim Wort nimmt und somit zur Diskussion einlädt.
D.h, ein_e Autor_in stellt seine_ihre Thesen und Argumente in seinem_ihrem Vortrag vor und lädt  in der anschließenden Diskussion dazu ein sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, auch kritisch und kontrovers.
2.
Wir sind an einem zivilisierten Ablauf interessiert, hoffen darauf, dass die Polizei nicht kommen muss,
und der Raum für offene und kritische Fragen dem interessierten Publikum nicht entzogen wird.
Wir gehen vom schlimmsten aus, und haben deswegen diesbezügliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Wir hoffen aber, dass dieser Fall nicht eintreten wird und die Veranstaltung zivilisiert vonstattengeht.
3.
Darum:
Wer stören, belästigen, andere Menschen daran hindern gedenkt eine Diskussionsveranstaltung zu besuchen und dergleichen mehr beabsichtigt, ist herzlichst dazu eingeladen,
nicht zu kommen. 
Auf Euer zahlreiches interessiertes Erscheinen hofft:
Marburger Zustände
Bis morgen!

Raum

24 Okt

Veranstaltung wird morgen stattfinden!

Informationen bezüglich des Raumes folgen in Kürze, spätestens um 18 Uhr.

Für die bisherigen Unannehmlichkeiten bitten wir um Nachsicht.

Bis morgen!

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