Marburger Zustände

11 Jul

Der 27.06.2011 ist Höhepunkt einer schon seit geraumer Zeit gärenden Melange aus Dummheit, Hässlichkeit, Denkfaulheit und Aktionismus, die die linke Szene in Marburg auszeichnet.

Die Verhinderung einer Diskussionsveranstaltung, so geschehen an jenem 27.06.2011 als Thomas Maul zum Thema Geschlechterverhältnis im Islam sprechen sollte, überrascht dennoch von der Intensität des Vorgehens. Dies ist der erste Vorfall dieser Qualität in Marburg.

In Marburg fühlt sich der Linksdeutsche im linken Kollektiv wohl. Die linke Nestwärme suggeriert im Status eines linksavantgardistischen Duktus und der Zugehörigkeit zum linken Mob narzisstische Bestätigung in seinem Antirassismus, Antisexismus und selbsternannten Feminismus. Wo diese Linke Recht beansprucht, wird wenn nötig nachgeholfen. Mob sein heißt Souverän sein. Der Ausnahmezustand soll herbeigeführt werden, um über Recht und Unrecht walten zu können. Darin sind die Linken in Marburg wahrlich Praktiker.

Erschreckend ist in erster Linie die Formierung der gesamten autonomen Marburger Linken – ob Dissident, AFLR, Lisa 2 und AG 5 und SympathisantInnen – auf Grundlage pathischer Projektionen zum autoritären Mob.

Ausfall von Reflexion zeichnet diese Szene aus. Die Unfähigkeit zur Kritik und Reflexion, und die maßlose Selbstentlarvung der kompletten Marburger Linken gibt Anlass die kritische Vernunft zum Eingreifen zu nötigen.

Damit kann die Arbeit der Kritik und Denunziation beginnen.

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3 Antworten to “Marburger Zustände”

  1. Dumm und Hässlich Juli 17, 2011 um 10:42 pm #

    Nun, da ich denunziert bin, überkommt mich ein unbändiges Verlangen mich zu entmobben und meinen selbsternannten Feminismus umzutauschen gegen einen fremdernannten. Leider schreibt ihr nicht, wo das geht. Holt ihr das bitte noch nach? Wo gibts denn die dafür erforderlichen Dokumente, die mich als amtlich bestätigten Feministen ausweisen? Oder geht das kirchlich? (Übrigens: Seht ihr, ich verzichte schon auf Binnen-I und Unterstrich. Ein ganz klein wenig entbarbarisiert und entmuslimisiert bin ich also schon. Jetzt brauche ich halt nur noch das Dokument.)
    Gruß und Kuss.

  2. Ich Juli 19, 2011 um 7:10 am #

    Ist die Verweigerung der Freischaltung von Kommentaren eigentlich Platzhirschgebahren, Ausdruck des Bedürfnisses Souverän zu sein, linksdeutsch, barbarisch, ja vielleicht gar: islamisch?
    Tät das gerne wissen: Ich.

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  1. Der „Linker“ Volkssturm verhindert Diskussion über den Islam « Bündnis gegen Antisemitismus Kassel - Juli 17, 2011

    […] Marbuger Zustände […]

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