Straflust und Inquisition im Havanna8

26 Okt

Die gute Nachricht des gestrigen Abends:

Die Veranstaltung mit Thomas Maul fand störungsfrei statt. 70 Personen folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit zur Diskussion. Danke noch einmal für das zahlreiche Kommen. Danke an den Saalschutz.

 

Die schlechte Nachricht des gestrigen Abends: Straflust und Inquisition im Havanna8

Im Havanna8 ging gutes Weinglas zu Bruch. 2 Hausverbote wurden erteilt. Eine Begründung der Hausverbote wurde verweigert. Die Lust am Strafen versprach dem inzwischen zur Dorfkneipe verkommenen Havanna8-Kollektiv totale Lustbefriedigung. Der absehbare Niedergang einer einst antideutschen Kneipe und der Übergang zur Kinderinquisition wirft mehr Fragen auf als der gesunde Menschenverstand verträgt. Zynisch klingt dann der Anspruch des Havanna8. Im Selbstverständnis ist zu lesen:

Da an Entscheidungsprozessen jede_r teilnehmen können soll, kommt es natürlich häufig zu Konflikten, da sich die individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen der einzelnen oft erheblich voneinander unterscheiden. Unser Anspruch ist es, trotz aller Unterschiede zu Entscheidungen zu kommen mit denen jede_r leben kann. Es ist ein Versuch Auseinandersetzungen innerhalb des Kollektivs als produktive Chance zu nutzen und Unterschiede auch anerkennen zu können.
Diese persönlichen und inhaltlichen Auseinandersetzungen sind sowohl Anstoß für individuelle Veränderungen als auch notwendig für eine Weiterentwicklung kollektiver Ideen. „Kollektiv“ ist für uns kein starrer Begriff, sondern verlangt danach, ständig überdacht und aktuellen Diskussionen und Verhältnissen angepasst zu werden.

(Quelle)

Mit willkürlichen Hausverboten ohne Begründung löst das Havanna also „Konflikte“ und vermeidet die Diskussion. Sind da etwa die Argumente ausgegangen, existierten sie überhaupt einmal?

Wer will da noch das Havanna retten?

Advertisements

17 Antworten to “Straflust und Inquisition im Havanna8”

  1. egal Oktober 26, 2011 um 3:32 pm #

    warum geht ihr überhaupt noch in den laden?

    • Ben Oktober 26, 2011 um 7:43 pm #

      Weil die Herren die Provokation lieben…

      • tintenfisch Oktober 26, 2011 um 9:38 pm #

        Die besagten Herren müssen sie aber sehr gut kennen.

  2. tintenfisch Oktober 26, 2011 um 9:37 pm #

    Eindeutig die peinlichste Aktion des Havanna seit Jahren. Was für Leute sind da im Moment??

  3. Michael Oktober 26, 2011 um 10:13 pm #

    In der Tat war das Havanna einst eine antideutsche Kneipe. Die gegenwärtige Entwicklung sieht düster aus. Vorbei die Zeiten, als noch ein Thomas Becker, ein Joachim Bruhn, ein Gerhard Scheit oder Manfred Dahlmann im Havanna referierten durften.
    ( http://www.prozion.de/events.html – sucht mal nach Havanna)

    Nicht nachgeben, nicht einschüchtern lassen, Genossen! Skandalisieren! Öffentlich machen! Und kritisieren!

  4. Flo Oktober 27, 2011 um 1:21 am #

    Kann man mehr über das genaue Geschehen erfahren? Ich fand das H8 ja persönlich einst zu einseitig antideutsch, habe aber zu diesen Zeiten nie dort Probleme gehabt, meine Meinung offen zu sagen. Wenn sich das jetzt unter einer neuen Zusammensetzung des Kollektivs nicht mehr möglich sein soll, läuft ganz gewaltig etwas schief.
    Notfalls gibt es aber auch andere Kneipen in Marburg, in die man nach einer Veranstaltung noch weiter diskutieren kann.

    • marburgerzustaende Oktober 27, 2011 um 12:28 pm #

      „Kann man mehr über das genaue Geschehen erfahren?“

      Bestimmt. Wenn das H8 eine Stellungnahme raushaut, ja. Schliesslich hat das H8 ein unansehnliches Verhalten zu Tage geführt, man warf Weingläser um, eins zerschlug man auf dem Tisch und hat damit fahrlässig in Kauf genommen, dass Menschen von Glassplittern hätten getroffen werden können.
      Nicht zu vergessen der autoritäre Gestus sich zu weigern, eine Begründung für die Hausverbote zu liefern.

  5. besorgt Oktober 27, 2011 um 9:41 am #

    Kinderinquisition? Das ist ja grausam !

  6. dubidudubischubidubiwux Oktober 27, 2011 um 12:51 pm #

    ahja. interessant. was genau wird der dummen und bösartigen „linken“ nochmal vorgeworfen? keine freie meinungsäußerung mehr möglich? unter anderem meine ich dies vernommen zu haben. vllt liegt auch hier eine strafeslust vor? in sehr subtiler form. wir bringen unsere feind_innen so sehr zum lachen, dass sie einen grausamen schmerz in ihren eingeweiden erfahren! immer noch sehr unterhaltsam.

    im sinne der antideutschen:

    SKANDAAAL!!! SCHÄM DICH!!! SCHÄÄÄÄÄÄÄÄM DICH!!! UUUH!!! SCHÄÄÄM DICH!!!

    • Fremdscham Oktober 28, 2011 um 3:09 am #

      Wenn Ihr eigenes (w)irres Gebrabbel Sie nicht zur Scham treibt, kann Ihnen auch niemand mehr helfen.

  7. dubidudubischubidubiwux Oktober 27, 2011 um 12:52 pm #

    f

  8. Opfer Oktober 27, 2011 um 4:25 pm #

    Ihr seid echt solche Opfer. Die bösen Linken, uuhhuu… Klar, wenn die sich schon nicht blicken lassen, muss man natürlich noch zu ihnen hingehen um hinterher über ihre Grausamkeiten jammern zu können.

  9. Traurig- aber Hoffnungsvoll Oktober 27, 2011 um 9:28 pm #

    Traurig Thomas Maul und der Saalschutz durften nicht in H8. Aber es gibt Hoffnung! Es gibt Kneipen in Marburg in denen Feministinnen noch nichts zu sagen haben. In denen Definitionsmacht noch bei Männern liegt. Es gibt sogar Kneipen in Marburg in denen Mann unter sich ist- auch ohne Mütze und nur manchmal mit Deutschlandlied- aber dass stört den Saalschutz sicher nicht.

    • marburgerzustaende Oktober 28, 2011 um 10:39 pm #

      Sie müssen eine traurige Gestalt sein. Gehen Sie mal öfters vor die Tür, oder auch mal zur Abwechslung in eine der anderen Kneipen, nein in keine der Kneipen, die Sie hier anderen Unterjubeln wollen, da gehe ich auch nicht hin, und werfen Sie ein Blick in die Welt da draußen. Sie hat mehr zu bieten als Ihr dichotomes Denken je wird vorstellen können. Die Welt ist eben nicht so einfach, sie überfordert, da habe ich mit ihnen darum Verständnis;
      H8 (wunderbar gut) versus andere Kneipe (ganz böse). So einfach die Formel zum Zurechtkommen in Marburg auch ist, es bleibt Schein und damit falsch.

      Überzeugen Sie sich selbst. Gehen Sie zurück ins erste Semester und machen Sie eine Kneipentour. Sie werden sehen, dass das H8 nur vermeintlich ein sicherer Hafen ist. Werden Sie erwachsen und nehmen Sie Herausforderungen an, manchmal werden Sie sicher enttäuscht werden. Aber der Rückzug in Schutzräume hilft auch nicht. Sie bieten einem nur Regression an, und fallen damit ins vor-bürgerliche zurück.
      immerhin versprach einst die bürgerliche Erziehung Ich-Stärke und Selbstbewusstsein in einer Welt, die nicht immer lieb zu einem ist, wie noch die Mutter einst, die immer für einen da war, so fürsorglich.

      Vermutlich deshalb können Sie sich die Welt wohl NUR als das absolut böse (in ihren Worten: „Es gibt Kneipen in Marburg in denen Feministinnen noch nichts zu sagen haben. In denen Definitionsmacht noch bei Männern liegt. Es gibt sogar Kneipen in Marburg in denen Mann unter sich ist- auch ohne Mütze und nur manchmal mit Deutschlandlied“) , von Männern dominierte Räume, „in denen Feministinnen noch nichts zu sagen haben“ vorstellen.
      Ist auch verständlich: In Ihre ursprüngliche Symbiose mit der Mutter drang einst der Vater, als der erste Repräsentant der Gattung Mann, ein. Da kommt es schnell zu einem unverarbeitetem Konflikt, dass Sie heute noch mit sich mitschleifen. Ein Schelm, wer hier sagt, was für ein Tunnelblick Sie auf die Welt haben.

      Zur Abwechslung bürsten Sie einmal ihren Definitionsmachtglauben gegen den Strich. Sie werden feststellen, wie antifeministisch dieses Konzept ist. Glauben sie es nicht?
      Dann empfehle ich Ihnen einen gelungenen Artikel zum Thema.
      http://jungle-world.com/artikel/2010/32/41534.html

  10. Happ November 12, 2011 um 5:50 pm #

    Ihr habt Marburg verloren. Ihr habt Leipzig verloren. Jetzt jammert ihr, wie jedes mal, wenn ihr Boden verliert. Aber wen interessiert das noch?

  11. egal November 27, 2011 um 2:55 am #

    „wenn ihr (sic!) Boden (sic!) verliert“

    so spricht es aus einem aufrechten kämpfer. ewig im kampf um blut und boden. igiit.

  12. alex Dezember 1, 2011 um 8:13 am #

    wie sagt man doch so treffend
    es wäre lustig wenn es nicht so traurig wäre

    naja hundehaufen wecken in mir keine verluste ängste @happ aka blut und boden fighter
    und man muss auch nicht an ihnen schnüffeln
    um zu wissen das scheiße stinkt

    da die zivilisation in marburg
    bis dato anscheinend nur an einigen wenigen vorbei gegangen ist
    gehe ich davon aus
    daß es sich im falle marburg auch eher um ein hundehäufchen handelt

    es haben wohl eher einige leute ihren verstand verloren
    so weit man etwas verlieren kann das man nie besessen hat

    lange rede kurzer sinn:
    marburger linke – die zähne zeigt wer das maul aufmacht
    blöd nur wenn man nichts (vernünftiges) zu sagen hat

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: