Zum Elend des linksdeutschen Feminismus

1 Nov

Während etwa  Terres des femmes  für einen Universalismus im Feminismus einsteht und damit für das selbstbestimmte und freie Leben von Mädchen und Frauen weltweit uneingeschränkt kämpft und so exemplarisch für die zweite Welle der Frauenbewegung steht, in der noch reale Unterdrückung Ausgangspunkt politischen Handelns ist, haben die Jünger etwa einer Judith Butler, die ideologisch expandierten und als Intersektionalitätsanalysen ihren Karneval der Identitäten und Kulturen abfeiern, oder etwa politisch für Quotenregelungen und Reformismus, sprachlich für Gender Gap, poststrukturalistischen Jargon und andere Verunstaltungen an der Sprache stehen, theoretisch Turnübungen im Diskurs anbieten und dabei Begriffe wie Macht, Diskurs, Performativität, Dekonstruktion, usw. maximieren, in ihren Texten Gender-Tuning betreiben, oder ästhetisch für Hässlichkeit und Drag eintreten, jeglichen Anspruch an politische und menschliche Emanzipation (nach Marx)  in der Wirklichkeit aufgegeben.

Dafür steht unmissverständlich der linksdeutsche Feminismus, der permanent die Frage aufwirft,

warum es immer wieder linke, sich mitunter feministisch nennende Frauen sind, die ihre moralische Verwahrlosung offen zur Schau stellen, indem sie feinfühligstes Verständnis für gröbsten Frauenhass im Islam aufbringen, Kopftücher als Selbstbestimmungsutensil verklären oder Islam-Kritiker als Rassisten denunzieren und damit in jedem Fall das Recht und die Möglichkeit der Befreiung aus islamischen Fängen dementieren.

 

Erfreulich dann, wenn es muslimisch sozialisierte Frauen mit eigener Anstrengung schaffen aus den Fängen des islamischen Patriarchats zu flüchten, und mit Freude die Freiheiten, die einer westlichen Frau mit größter Selbstverständlichkeit zustehen, genießen. Dafür steht die Geschichte von der dreiundzwanzigjährigen Betül.

 

 

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3 Antworten to “Zum Elend des linksdeutschen Feminismus”

  1. Nico November 6, 2011 um 11:17 pm #

    Beachtenswerter Post.Habe einige frische Gedankenanstoesse gekriegt. Warte auf weitere Beiträge.

  2. ibrahim März 23, 2013 um 6:31 pm #

    Ein Kommentar zu folgendem TV-Beitrag würde mich sehr interessieren: https://www.youtube.com/watch?v=_ysKCL7OOEk
    Ist ein Reform-Islam deiner Meinung nach möglich?

    • marburgerzustaende März 28, 2013 um 12:55 pm #

      Lieber Ibrahim,
      was ist denn ein „Reform-Islam“?

      In Abrede sollte nicht gestellt werden, dass Menschen zu Entscheidungen für oder gegen etwas fähig sind. Dazu ist man immer in der Lage. Daher gilt es analytisch streng zwischen dem Islam als objektives System auf der einen Seite von praktizierenden Muslimen auf der anderen Seite zu trennen. Allerdings darf dann, wie meiner Meinung nach im TV-Beitrag geschehen, eine subjektivistische Interpretation des Islam nicht dazu führen, für einen Voluntarismus Partei zu ergreifen, sondern es gilt auf das Diktum Adornos zu bestehen, nämlich dem Vorrang des Objekts.

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