In der Sache: Mumia Abu-Jamal

6 Jan

PDF-Version: abu-jamal

Wie Mumia Abu-Jamal zum Lieblingsneger der globalen Linken aufstieg

Als in den vergangenen Monaten der Marburger „Antifaschistische Ratschlag“ zum Aktionstag „Städte gegen die Todesstrafe“, zur Filmvorführung der Dokumentation „In Prison my whole life, zu Infoständen, Vorträgen oder zu einem „Symposium gegen die Todesstrafe“ einlud, und dabei das Schicksal Mumia Abu-Jamals in den Mittelpunkt Ihrer Aufmerksamkeit stellte, da hat Sie über eine Sache nicht geredet: Den offenen Antisemitismus und Antiamerikanismus Mumia Abu-Jamals, und seiner Unterstützer. Eine Aufklärungsschrift wider die Verklärung.

Wer ist Mumia Abu-Jamal?

„[M]it der sturen Begeisterung für die Neger verträgt sich die Entrüstung über jüdische Unmanieren.“

(T.W. Adorno)

Seit nunmehr 30 Jahren gibt das Schicksal von Mumia Abu-Jamal Anlass für internationale Solidaritätsbekundungen. Trotz seiner erwiesenen Tatbeteiligung an einem Polizisten-Mord, behaupten seine Verteidiger beharrlich von seiner Unschuld. Abu-Jamal sei, qua schwarzer Hautfarbe, Opfer. So posaunt die Lüge voller Inbrunst stets aus den Pamphleten der Antirassisten. In den Worten des „Antifaschistischen Ratschlags“ klingt das so: Die Verurteilung sei „Ausdruck eines rassistischen und parteiischen Justizsystems“1, die Prozessführung weise „alle Indizien eines Schautribunals“ auf, und „der schwarze Todesmarsch“(!) sei „Rassen- und Klassenjustiz“. Ungeheuerlich ist hierbei nicht nur das geschichtsrelativierende Geschwätz von „Schautribunal“ und „Todesmarsch“. Sie erinnern nicht zufällig an stalinistischen und nationalsozialistischen Terror, und sollen die USA in dieser Tradition verorten. Grotesk ist vor allem die Behauptung, dass sich Polizei, Staat und Justiz bewusst gegen Abu-Jamal verschworen hätten, nur weil Abu-Jamal Schwarzer sei. Das antiamerikanische Ressentiment, das stets Bescheid weiß und sich reflektiert antirassistisch gibt, ist so lax in Stellung gebracht. Das Herz der globalen Linken schlägt schneller und härter. Dass der deutschen Linken umso gewaltiger, es geht schliesslich gegen den einstigen Befreier, den historischen Hauptfeind, also: Die USA.

Gewiss ist Mumia Abu Jamal zu wünschen, dass er von der Vollstreckung der Todesstrafe verschont bleibt. Umso erfreulicher, dass vor einiger Zeit das Todesurteil aufgehoben wurde. Doch wie kein anderer, einst zum Tode Verurteilter, genießt Abu-Jamal höchste Aufmerksamkeit, wie kein anderer Verurteilter gilt er als die Pop-Ikone des Protests gegen die Todesstrafe. Dabei ist Mumia Abu-Jamal nicht einmal ein „politischer Gefangener“, zu dem er liebend gerne erhoben wird. Er ist Täter, und hat ein Menschenleben auf dem Gewissen, und ist zudem Mitglied von MOVE2.

Wer tatsächlich glaubt, es ginge der Mumia-Solidarität um einen Kampf gegen die Todesstrafe, gar um eine faire Prozessführung, der irrt. Die Popularität seiner Person hat andere Gründe. Schon seit Anbeginn ist diese verlogene Solidarität mit Abu-Jamal untrennbar vom weltweiten Djihad gegen die USA, und insbesondere Israel verbunden. Die berechtigten Argumente gegen die Vollstreckung der Todesstrafe kaschieren lediglich die antiamerikanische und antisemitische Gesinnung dahinter. Gerade deswegen ist Mumia Abu-Jamal zum Lieblingsneger der globalen Linken aufgestiegen. Seine schwarze Hautfarbe ist zum Alibi verkommen, um hemmungsloser und unverdächtiger gegen Juden hetzen zu können. Gegen den kleinen (Israel), und großen Satan (USA) ist der internationalen Linken im Allgemeinen, und der deutschen im Besonderen eben alles recht. Und wenn ein Neger so was wie der heimliche Vorturner der globalen Linken ist, und auch noch aus dem Gefängnis schreibt, dann beklatschen ihn Linke aus aller Herren Länder für diese ehrenvollen Taten. Im Folgenden sollen ausgewählte Zitate aus Kolumnen3 Abu-Jamals die politische Haltung wiedergeben, insbesondere den Antisemitismus und Antiamerikanismus hervorheben.

Antikapitalismus und struktureller Antisemitismus

Das „internationale Finanzkapital hat“, so Abu-Jamal, „die ganze Welt an den Rand der Katastrophe geführt. (…) Die Nachfahren von Achilleus und Odysseus beugen sich der Macht der Banken“ (junge welt, 19./20.11.11). Die Occupy Wall Street-Bewegung lobt Abu-Jamal in höchsten Tönen, spricht ihr zu eine Bewegung „gegen die Habgier des Kapitals“ (junge welt, 12./13.11.11) zu sein. Die Medien und Politiker versuchten dagegen „wie Vampire, die Proteste gegen die Wall Street auszusaugen(!)“ (junge welt, 15./16.10.11). In seiner Kolumne vom 22.11.08 wird Abu-Jamal in seinem platten und hemmungslosen Antikapitalismus deutlicher: „Seit der Auflösung der Sowjetunion (UdSSR) konnte der US-Dollar rund um die Welt ungehindert seine Herrschaft ausbauen und verheerende Verwüstungen anrichten. (…) Nun sind die Geier des Kapitals zurückgekehrt und machen sich über den Leib jener Gesellschaften her, von denen aus sie in alle Welt geschickt wurden. Sie werden sich solange am Fleisch dieses Leibes sattfressen (!), bis nur noch die Knochen übrig sind. Das ist die Realität des entfesselten Kapitalismus.“ (Hervorhebung durch Marburger Zustände)

Der Antisemitismus, der aus diesen Zeilen spricht, kann offensichtlicher nicht sein. Zentral für den modernen Antisemitismus nämlich ist die „Personifizierung des real Abstrakten“ (Gerhard Scheit). Real abstrakte politökonomische Verhältnisse werden, ohne auch nur ein Wort über konkrete Juden fallen zu lassen, personifiziert. Es wird nach Schuldigen gesucht und historisch konzentrierte sich solch ein Vorgehen auf Juden.

Moishe Postone schreibt dazu: „Der moderne Antisemitismus besteht in der Biologisierung des Kapitalismus – der selbst nur unter der Form des erscheinenden Abstrakten verstanden wird – als internationales Judentum. Meiner Deutung nach wurden die Juden also nicht nur mit dem Geld, das heißt der Zirkulationssphäre, sondern mit dem Kapitalismus überhaupt gleichgesetzt. Diese fetischisierende Anschauung schloß in ihrem Verständnis des Kapitalismus alle konkreten Aspekte wie Industrie und Technologie aus. Der Kapitalismus erschien nur noch als das Abstrakte, das wiederum für die ganze Reihe konkreter gesellschaftlicher und kultureller Veränderungen, die mit der schnellen Industrialisierung verbunden sind, verantwortlich gemacht wurde. Die Juden wurden nicht bloß als Repräsentanten des Kapitals angesehen (in diesem Fall wären die antisemitischen Angriffe wesentlich klassenspezifischer gewesen), sie wurden vielmehr zu Personifikationen der unfaßbaren, zerstörerischen, unendlich mächtigen, internationalen Herrschaft des Kapitals. Bestimmte Formen kapitalistischer Unzufriedenheit richteten sich gegen die in Erscheinung tretende abstrakte Dimension des Kapitals in Gestalt des Juden, und zwar nicht etwa, weil die Juden bewußt mit der Wertdimension identifiziert worden waren, sondern vielmehr deshalb, weil durch den Gegensatz seiner konkreten und abstrakten Dimensionen der Kapitalismus selbst so erscheinen konnte. Deshalb geriet die ‚antikapitalistische‘ Revolte zur Revolte gegen die Juden. Die Überwindung des Kapitalismus und seiner negativen Auswirkungen wurde mit der Überwindung der Juden gleichgesetzt.“4

Das antikapitalistische Geschwätz Abu-Jamals bedient sich bestimmter Bilder, die aus der Geschichte des Antisemitismus hinlänglich bekannt sind. So wurden bereits im Nationalsozialismus Tiervergleiche benutzt, um Juden als dämonisch, gierig oder ähnlich böse zu charakterisieren. Ob „Judensau“, „jüdischer Aasgeier“, „jüdischer Parasit“ oder „jüdische Ratte“: Sie schädigten den gesunden Volkskörper, hieß es stets. Die sogenannte Heuschreckendebatte im Jahr 2005, ausgelöst durch Karikaturen in einer Zeitschrift der IG-Metall, oder die obligatorischen Hasstiraden seit der jüngsten Finanzkrise gegen Banker und Manager, die besonders gierig sein sollen, schliesslich im Falle Abu-Jamals das Gerede von „Geier des Kapitals“ offenbaren: Sie alle bedienen sich einer antikapitalistischen Rhetorik, die stets nach Verantwortlichen für die strukturellen Krisen des Kapitals sucht, etwa wenn über die angebliche „Macht der Banken“ hergezogen wird, oder gegen die „Geier des Kapitals“ gehetzt wird, die sich über den Leib der Gesellschaften hermachen würden, und sich satt fressen. Mit solch einer Rhetorik wird ein struktureller Antisemitismus reproduziert, der mitnichten nur eine „unangemessene“, „verkürzte“ Kritik darstellt, der nur aufs richtige Maß verlängert werden muss, nein, hier agitiert eine gegen die Zirkulationssphäre gerichtete ressentimentgeladene Pseudokritik, welche stets weiß, wer die Schuldigen sind: Die Banker, die Manager oder eben die Juden.

Eine Kritik des Kapitals kann aber nur dann als vernünftig bezeichnet werden, wenn sie sich stets darüber bewusst ist, dass abstrakte Herrschaft sich von konkreter Herrschaft unterscheidet; eine über den Wert vergesellschaftete Gesellschaft nur dann vernünftig kritisiert wird, wenn die Kritik über die Totalität der gesellschaftlichen Synthesis, der „Selbstverwertung des Werts“ (K. Marx) bewusst ist und die Kritik sowohl die Produktions- als auch die Zirkulationssphäre als „Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion“ (K. Marx) miteinschließt und diese „ganze ökonomische Scheiße“ (K. Marx) abzuschaffen gedenkt. Ein strukturell antisemitischer Antikapitalismus, der wie einst die Nationalsozialisten gegen das Finanzkapital wettert, und damit eine Trennung in schaffendes und raffendes Kapital aufmacht, steht der Kritik der politischen Ökonomie, wie sie Marx formuliert hat, diametral entgegen und gehört entschiedenst kritisiert.

Israel is the root of the problem“ (Abu-Jamal)5

Über die Bemühungen des Ministerpräsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas, im September 2011 vor der UNO einseitig einen palästinensischen Staat auszurufen, berichtet Abu-Jamal wie folgt: „Nach einem halben Jahrhundert israelischer Besatzung und Siedlungspolitik sind von Palästina nur noch relativ kleine und zusammenhanglose Bruchstücke (!) übriggeblieben. Viele Bewohner sind geflohen, zahlreiche wurden getötet, den Menschen wurden Land und Wasser geraubt. Das Restterritorium (!) Palästinas ist heute kaum mehr als ein von einer hohen Mauer umgebenes Freiluft-Gefängnis. Die Bevölkerung ist darin eingesperrt, und weder die USA noch die Vereinten Nationen lassen irgendwelche Absichten erkennen, deren Not zu lindern.“ (junge welt, 24./25.09.11)

Wenn Abu-Jamal von „israelischer Besatzung“ schwadroniert, und sich darüber beklagt, dass „Bruchstücke“ übergeblieben wären, dann ist damit die Empörung über die angebliche Besatzung Palästinas in den Grenzen vor 1948 zu verstehen. Darauf weist sein Gerede vom übrig gebliebenem „Restterritorium Palästinas“ hin. Denn was soll mit Palästina schon gemeint sein, wenn nicht das historische, in den Grenzen vor 1948?

Blut- und Bodenideologie ist Abu-Jamal ebenso nicht fremd. So schreibt er über die Palästinenser:

„Die Palästinenser sind ein schönes, tapferes, angriffslustiges und zugleich umzingeltes Volk (…), das in die sandige Erde seiner palästinensischen Heimat gestampft wird“(junge welt, 04.05.02).

Die Hamas betrachtet er ganz anti-imperialistisch und anti-kolonial, und schreibt: „Für die Einwohner eines von fremden Mächten besetzten Landes kann es allerdings kein »gutes« Besatzungsregime geben. Ein solches Regime erzeugt völlig unabhängig von der Propaganda, die es legitimieren soll, unweigerlich einen nationalen Widerstand gegen die fremden Eindringlinge, wer immer sie auch sein mögen“ (junge welt, 30./31.10.09).

Über Israel schreibt Abu-Jamal stets abschätzig. Israel führe ein „Blitzkrieg in Palestine“6, Israel sei „Pitbull des US-Imperiums“ (Junge Welt, 27./28.03.10), „paranoid“ (junge welt, 19./20.06.10), „ein bis an die Zähne bewaffneter Goliath“, eine „Hyäne“ (junge welt, 24.11.12), ein “Wachhund“ (junge welt, 08.12.12). Es läuft auf eine Formel hinaus, die im Wortlaut ebenso von Hezbollah Chef Sayyed Hassan Nasrallah geäußert wurde: „Israel is the root of the problem“.7

Iran – Lieblings-Bastion des Anti-Imperialismus

Gegen den Iran liefe „mediale Kriegsvorbereitung“: „Wenn wir uns vor Augen halten, wie die Medien in der Vergangenheit ihre Fehlinformationen völlig folgen- und straflos verbreiten konnten, ist es nicht undenkbar, daß sie uns in ein paar Monaten wieder einen Krieg »verkaufen« – diesmal gegen Iran.“ (junge welt, 2./3.10.10) – Merkwürdig, dass der Krieg gegen Iran bislang ausblieb, Israel und seine Verbündeten alles versuchen, um einen solchen Krieg zu verhindern. Das passt Abu-Jamal natürlich nicht, und er wettert weiter: „Im Kontext der Welle von Rebellionen in islamischen Ländern haben viele der Herrscher, die jetzt bereits abgesetzt sind oder deren Macht wankt, insgeheim die USA gebeten, die Islamische Republik Iran anzugreifen. Das zeigt, daß diese Herrscher nicht im Namen ihrer Völker sprachen, sondern nur im Namen einer kleinen parasitären Herrscherclique“ (junge welt, 19./20.03.11).

Gegen ein Iran mit Atomwaffen hat Abu-Jamal nichts einzuwenden. Er schreibt:„Wenn Iran heute ebenfalls daran interessiert ist, dann deshalb, weil das Land allen Grund dazu hat, nachdem es zusehen mußte, wie die US-Armee gewaltsam über seinen unmittelbaren Nachbarn Irak hergefallen ist. Warum wird es stillschweigend geduldet, daß Israel Hunderte atomarer Sprengköpfe besitzt, während man Iran nicht einmal ein einziges Atomkraftwerk zubilligt? Welches Land in dieser Region ist denn eher dafür bekannt, seine Nachbarn anzugreifen und Kriege gegen sie zu führen – Iran oder Israel?“ (junge welt, 17./18.3.12) Das bedarf keiner weiteren Kommentierung, schließlich muss ja der Iran sich vor „US-amerikanischen, israelischen oder westlichen Aggressionen“ schützen (junge welt, 19./20.03.11)..

Kurz vor Schluss – Bankrotterklärung des Marburger Antifaschismus

Nach solchen Erkenntnissen über Mumia Abu-Jamal ist es mehr als erschreckend, wenn die Gruppe „Antifaschistischer Ratschlag“ in ihrer Selbstdarstellung schreibt:

„Aufgeschreckt durch die jüngere Entwicklung im Falle des aufgrund eines fragwürdigen Verfahrens zum Tode verurteilten afroamerikanischen Journalisten Mumia Abu- Jamal, haben sich Ende 2010 einige wenige ehemalige und neue dazu gekommene Mitglieder des Antifaschistischen Ratschlags dazu entschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen.“8

Dass einer selbsternannten antifaschistischen Gruppe ausgerechnet zum weltweiten Aktionstag

Städte gegen die Todesstrafe Städte für das Leben“ am 30. November9 nichts besseres einfällt als auf den Antisemiten Mumia Abu-Jamal hinzuweisen und ihn als „Erweckungserlebnis“ für die eigene Gruppe zu entdecken, ist mehr als dämlich und eine Bankrotterklärung des Marburger Antifaschismus. Anbetracht der Tatsache, dass weltweit Hunderte Menschen jährlich, wie beispielsweise im Iran aufgrund von Homosexualität oder politischen Widerstandes, umgebracht werden, ist es eine Farce so einer Gestalt wie Mumia Abu-Jamal auch nur eine Träne hinterzuweinen. Zu hoffen bleibt, dass der „Antifaschistische Ratschlag“, so „entschlossen“ sie die Arbeit aufnahm, die Arbeit schleunigst niederlegt, solange nicht die zutiefst antifaschistische Einsicht die Grundlage der politischen Arbeit bildet, nämlich: Dass eine Solidarität mit Antisemiten für Antifaschisten sich nicht schickt und äußerst töricht ist.

Marburg, im Dezember 2012

Fußnoten:

1 Zitiert aus: Antifa Ratschlag: „Freiheit und Gerechtigkeit für Mumia Abu-Jamal“. Alle weiteren, nicht gesondert gekennzeichneten, Zitate stammen aus dieser Verteidigungsschrift:, das hier einsehbar ist: http://antifaratschlag.blogsport.de/images/FlyerMumianeuneu.pdf

2 Mehr dazu: https://gaywest.wordpress.com/2011/12/08/eine-andere-frisur-ist-moglich/

3 Mumia Abu-Jamal schreibt seit dem Jahr 2000 wöchentlich in der Wochenendausgabe der Tageszeitung „junge welt“. Viele seiner Kolumnen, aus denen im Folgenden zitiert wird, finden sich auf: http://www.freedom- now.de/news/index.html?cat=1

4 http://www.antisemitismus.net/theorie/postone.htm

5 http://www.youtube.com/watch?v=HvDZ6ib_MH8

6 http://www.workers.org/ww/2002/mumia0502.php

7 http://www.yalibnan.com/2011/02/16/nasrallah-israel-is-the-root-of-the-problem-in-the-middle-east/

8 http://antifaratschlag.blogsport.de/ueber-uns/

9 Am 30. November 1786 hat das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt die Todesstrafe und Folter abgeschafft. (Quelle: wikipedia)

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8 Antworten to “In der Sache: Mumia Abu-Jamal”

  1. Hans Januar 8, 2013 um 11:55 pm #

    Dieser Schwachsin entbehert jader Grundlage. Mir ist die Zeit zu Schade um darauf zu antworten. Scheiß Antideutsche

    • Mal wieder Mai 22, 2013 um 12:05 am #

      Liebe echte Antfaschistinnen und Antifaschisten,
      zwar teile ich die Ansicht von Hans, nehm mir aber die Zeit…

      Zum N-Wort sage ich nix, jeder Artikel braucht einen Eye-Catcher.
      1. Ich finde es sehr fahrlässig Antisemitismus und strukturellen Antisemitismus einfach gleichzusetzen wie ihr es tut. „Den offenen Antisemitismus …“. Während ich persönlich der Ansicht bin mit Menschen diskutieren zu können, die sich eines strukturellen Antisemitismus bedienen, bin ich das bei Antisemit_innen nicht. Oder ihr seid der Ansicht, dass jeder und jede die strukturellen Antisemitismus verbreitet, dass nur tut, um sich zu „tarnen“, wovon ich nicht bei jeder und jedem ausgehe oder es ist für euch tatsächlich das gleiche, dann könnt ihr den Punkt vergessen.
      2. Seine Tatbeteiligung ist erwiesen, da niemand leugnet, dass er in jener Nacht dort gewesen ist. Wer allerdings zuerst und warum geschossen hat, ist schlicht nicht zu beantworten und es wird in aller Regel auch nicht behauptet, dass er unschuldig sei. Da es eben niemand weiß wird ein neues Verfahren gefordert.
      3. Es geht den meisten Aktiven nicht um Mumias Opferstatus. Vielmehr solidarisieren sie sich aus politischen Gründen mit ihm, da er zum einen als Journalist auch tatsächliche Aufklärungsarbeit in Bezug auf Polizeibrutalität leistete und als Black Panther aktiv war. Dass er darüber hinaus schwarz und arm war macht ihn zu einem Symbol für politische, rassistische und Klassenjustiz, was auf den von euch zitierten Flugblätter auch steht. Ich finde ihr verkürzt da unzulässiger Weise.
      4. Das Todesmärsche und Schautribunale eine Singularität vgl. des Holocausts wären, teile ich nicht, weshalb ich deren vergleichende Verwendung nicht toll, aber noch grenzwärtig finde oder was sollten die Ausrufezeichen aussagen? Eine eindeutige Verknüpfung mit dem NS und dem Stalinismus würde ich zumindest in Frage stellen. Den Punkt finde ich allerdings akzeptabel.
      5. Generell macht es Sinn zu unterscheiden und von „der USA“ kann schlecht gesprochen werden, sondern von einer USA/einem Philadelphia zu Mumias Zeit. Dass dieses während Mumias Aktivität rassistisch war würde ich nicht bestreiten, weshalb auch keine Verschwörung aller nötig war. Ein rassistischer Richter und Geschworene, die einen vermeintlichen Staatsfeind vor sich haben, sind dazu vollkommen ausreichend. Zum Richter kann jeder und jede Google benutzen und „I’m gonna help you to fry the n…“ suchen. Ansonsten empfehle ich das Video zur Sprengung des MOVE-Wohnblocks (mit Insassinnen und Insassen), um zu sehen, dass keine Verschwörungen nötig sind, sondern einfach nur bestehende Repressionssysteme.
      6. Am meisten ärgert mich, dass ihr anscheinend nicht einmal MOVE gegooglet habt. Mumia war kein Mitglied bei Move, dazu hätte es gereicht, wenn ihr MOVE in Wikipedia sucht. MOVE Mitglieder geben sich den Namen Africa mit Verweis auf ihren verrückten Guru. Außerdem kenne ich keine Publikation, die das anders sieht. Euer Verweis auf eine Quelle, die auf mich nicht den Eindruck eines Insiders erweckt und somit als Urheber unbrauchbar ist, finde ich schwach. Fragt doch mal bei eurer sog. „Quelle“ nach, woher die Information stammen soll.
      7. Für mich liest sich eure These so, dass es weder um Mumia als Person, noch als Symbol, noch um die Todesstrafe gehe. Alle sind Teil der Verschwörung gegen Amerika und Jüd_innen. Ich glaube nicht, dass ihr da in der Position seid, den Unterstützer_innen Verschwörungstheorien vorzuwerfen. Wenn ihr den Unterstützerinnen und Unterstützern Dummheit vorwerfen würdet, wäre das aus meiner Sicht zwar falsch aber zumindest konsequent, so macht das wenig Sinn für mich.
      8. Es ist für mich wirklich nicht nachvollziehbar, warum ihr Mumias Politik zuerst dermaßen aufbauscht und dann sagt, dass er nur wegen seiner Hautfarbe Solidarität erfährt. Das ist widersprüchlich oder muss ich das dialektisch sehen?
      9. Eure Textbeispiele zum strukturellen Antisemitismus finde ich nachvollziehbar. Wollen wir mit ihm nicht darüber diskutieren nachdem er aus dem Knast ist? Oder sind fast 30 Jahre Todeszelle eure Mindestforderung für die Verwendung von strukturellem Antisemitismus?
      10. Ich finde der Antisemitismus könnte sehr wohl wesentlich offenere sein, z.B. in dem er direkt sagt was er eurer Meinung nach denkt. Offen wäre es, wenn er zumindest von Jüdinnen und Juden sprechen würde, ansonsten würde ich es als strukturell benennen, woraus ich nicht auf einen Antisemiten schließen kann, ihn allerdings auch nicht ausschließe.
      11. In dem Zusammenhang fällt euch sicher der Unterschied von Mumias Tiervergleich zu den von euch zitierten aus dem NS auf und in Bezug auf offener oder struktureller Antisemitismus macht das sehr wohl einen Unterschied und ist aus meiner Sicht eben nicht vergleichbar.
      12. Während er von Banker_innen und Manager_innen tatsächlich spricht, wäre mir nicht bekannt, dass er Jüd_innen in seinen Kolumnen direkt anspricht (Offener vs. struktureller Antisemitismus)
      13. Woher kommt denn euer Zitat „Israel is the root of the problem“. Dafür, dass ihr einen akademischen Sprachstil wählt und Quellen (naja, siehe Punkt 6) nennt, solltet ihr zumindest Zitate belegen. An welcher Stelle sagt das Mumia in dem Video? Mir ist nur ein Artikel von Mumia bekannt namens „The root of the problem“ mit dem gleichen Inhalt des Videos. Korrigiert das doch bitte. Das YouTuberinnen oder YouTuber den Titel seines Essays ändern kann nicht ihm zugeschrieben werden. Setzt euch doch mit dem Inhalt des Videos auseinander.

      Kurz vor Schluss:
      Korrigiert doch zumindest die Zitationsfehler und die falsche Angabe der MOVE-Mitgliedschaft, da diese doch gravierender Natur sind und nur zeigen, dass erst die Meinung und dann die Recherche kam. Ansonsten finde ich, dass die Punkte zum strukturellen Antisemitismus richtig sind, bin aber nicht der Ansicht, dass daraus folgt, er sei Anitisemit, vielmehr wäre das aus meiner Sicht ein Punkt der mit ihm diskutiert werden muss, was unter den gegebenen Umständen schlicht nicht möglich ist. Ihm keine Träne nachzuweinen, von mir interpretiert als „scheiß egal was mit ihm passiert“ finde ich ebenfalls nicht angemessen.

  2. Kurt Sonntag Januar 9, 2013 um 12:30 am #

    Checkt mal eure Recherchen – ihr habt allein in den ersten 5 Absätzen so viele sachliche Fehler, dass es überhaupt keinen Spaß macht, den Text überhaupt weiter zu lesen.

    Falls ich mal einen ganz entspannten Abend habe, schreibe ich euch gerne auch einen kleinen faktischen Beitrag zum Thema.

    Die in der Einleitung angelegte Standard Übung neu-deutscher „Kritik“, nämlich Anti-Rassist_innen Antisemitismus oder Homophobie zu unterstellen, ist abgenutzt. Wenn es euch besser geht, so etwas mal formuliert zu haben, bietet das Internet dafür sicherlich ausreichend Platz. Wenn ihr denkt, dass an einer von vielen getragenen Kampagne aufhängen zu wollen, um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen, gibt euch mein Kommentar vermutlich ein gewisses Erfolgsgefühl. Dass er im Kern von Jungle World Giftspritze Ivo Bozic abgeschrieben ist, ist da nur eine Randnotiz. „Genosse Ivo“ war übrigens 1995 Co-Autor des Aufrufs: „Mumia braucht uns jetzt!“ – damals veröffentlicht in der Tageszeitung Junge Welt. Dass er hierfür einigen Ablass in Form solcher Argumentationen zahlen musste, ist in seinem heutigen politischen Umfeld verständlich aber dennoch ekelhaft.

    Naja, diese eure „Kritik“ an der Anti-Todesstrafen Bewegung ist ärmlich.

    Und ansonsten: Free Mumia! Ich wünsche allen einen schönen Abend.

  3. tyroon Januar 9, 2013 um 2:57 am #

    Rassistischer scheiß. man muß nicht mal antiimp sein, um abzukot(z)en.

  4. leserin Januar 12, 2013 um 3:32 am #

    merci!

  5. Hubert Februar 28, 2013 um 7:47 pm #

    Obwohl ich wirklich kein Antiimp bin (und auch schon bisweilen als Anti-D fremdbezeichnet wurde): dieser Text ist zum Kotzen. Nicht nur wegen der schamlosen Verwendung des N-Wortes.

  6. jo März 18, 2013 um 1:32 am #

    klassiker.anstatt sich mit dem inhalt der kritik auseinanderzusetzen wird sich an den ieingebauten provokationen abgearbeitet.warum der schreiber sich so sicher ist, dass mumia schuldig des mordes ist, dahingestellt, in seiner analyse hat er vollkommen recht.

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